Information zur Gratis-Zahnspange

Im Ministerrat vom 25. Februar 2014 hat die Bundesregierung die im Arbeitsprogramm der Bundesregierung verankerte Gratis-Zahnspange für Kinder und Jugendliche bis zum 18. Geburtstag beschlossen. Gesundheitsminister Alois Stöger: „Auch in schwierigen Zeiten ist es gelungen die Gesundheitsleistungen weiter auszubauen. Ich habe immer gesagt, dass ich am Gebiss eines Kindes nicht das Einkommen seiner Eltern ablesen will. Mit der Einführung der Gratis-Zahnspange schaffen wir soziale Stigmatisierung ab und investieren nachhaltig in die Gesundheit unserer Kinder.

 

1.) Fakten zur Gratis-Zahnspangen

 

  • Einführung der Gratis-Zahnspange mit Juli 2015
  • Für Kinder und Jugendliche bis zum 18. GeburtstagVoraussetzung: medizinische Notwendigkeit
  • Über die medizinische Notwendigkeit entscheidet der Zahnarzt anhand int. Richtwerte
  • Ein Drittel der Kinder fallen in die medizinische Notwendigkeit = 85.000 Zahnspangen im Jahr
  • Alle, die eine Zahnspange brauchen, werden sie auch bekommen!
  • 80 Mio. Euro jährlich kommen aus dem Budget zur Finanzierung der Zahnspangen
  • Sozialversicherung und Zahnärztekammer sind nun gefordert, die Details zur Umsetzung zu verhandeln und sicherzustellen, dass die Leistung zeitgerecht erbracht wird

 

2.) Argumente für die Gratis-Zahnspange

 

  • Die Gratis-Zahnspange beugt gesundheitlichen Folgeschäden vor
  • Zahnregulierungen verringern die soziale Stigmatisierung
  • Wir bauen damit Barrieren für eine notwendige Behandlung ab
  • Wir entlasten Familien finanziell

 

3.) Gesetzliche Verankerung der Gratis-Zahnspange:

 

Mit dem im Ministerrat am 25. Februar 2014 beschlossenen Gesetzesentwurf bekennt sich die Bundesregierung zur »gesundheitlichen Chancengleichheit und -gerechtig­keit« für Kinder und Jugendliche. Daher soll der Zugang zu Gesundheitsleistungen erleich­tert werden und ein Schwerpunkt auf Gesundheitsförderung und Prävention gesetzt werden. Konkret listet das Regierungsprogramm als eigenes Ziel die Umsetzung von Kieferregulierungen für Kinder und Jugendliche als Kassenleistung auf. Derzeit sind Kieferregulierungen regelmäßig mit großen finanziellen Hürden für die Versicherten verbunden. Zahn- und Kieferfehlstellungen sind ein gesundheitliches Risiko, das etwa zu einer Überbelastung einzelner Zähne, zu Kiefergelenksbeschwerden und zu einer Vielzahl an gesundheitlichen Beeinträchtigungen führen kann. Darüber hinaus können Fehlstellungen des Gebisses für junge Menschen zu sozialer Ausgrenzung und nachhaltigen Benachteiligungen im privaten und beruflichen Umfeld führen. Wenn Kinder und Jugendliche mit gravierenden Fehlstellungen in Folge der finanziellen Möglichkeiten ihrer Eltern erst gar keiner Behandlung zugeführt werden, entstehen somit weitere Folgekosten. Daher soll neben der finanziellen Entlastung von Familien mit der neuen gesetzlichen Regelung die Gesundheit und damit auch die Chancengerechtigkeit der Kinder und Jugendlichen gestärkt werden. Behandlungsbedürftigen Kindern und Jugendlichen soll bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres eine zahnmedizinisch geeignete Versorgung durch Kieferregulierung als Sachleistung gewährt werden.

Stand: 31.03.2014

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