Kitzbüheler Anzeiger vom 27.02.2014

Tiroler Tageszeitung digital

Oberndorf, Kitzbühel –Als Anschieber unterwegs ist derzeit Oberndorfs Bürgermeister Hans Schweigkofler (SPÖ). Er hat sich dafür einen besonders festgefahrenen Karren ausgesucht – den fehlenden Radweg zwischen Oberndorf und Kitzbühel. Es gibt zwar eine Radverbindung über den Römerweg, diese ist aber für den Alltagsradverkehr zu anspruchsvoll.

Mit dem Blick auf das große Ganze will Schweigkofler nun einen neuen Versuch starten. „Es gibt mehrere Lücken im Radwegenetz im Bezirkszentrum. Es wäre deshalb ein Radwegekonzept für den Bezirkskernbereich angebracht“, sagt Schweigkofler. Im Auge hat er somit nicht nur jene Lücke zwischen Kitzbühel und Oberndorf, sondern auch zwischen Reith und Going, Going und St. Johann, Oberndorf und St. Johann und auch von Reith nach Oberndorf über den Bodnerwald. „Es gab schon Gespräche mit allen Gemeinden und mit den dazugehörigen Tourismusverbänden. Ich habe dann auch ein Angebot für ein solches Konzept eingeholt“, sagt Schweigkofler. Die Kosten dafür liegen bei 42.000 Euro. Er spielt den Ball nun an den Planungsverband Leukental weiter, denn alle Radwege liegen im Verbandsgebiet. Auch die SPÖ-Landtagsfraktion hat sich mit einem Antrag an die Landesregierung dazugesellt. Das Land habe bereits signalisiert, die Hälfte der Kosten für das Konzept zu übernehmen. Der Planungsverband braucht nur noch ein Ansuchen stellen, versichert Schweigkofler.

Verbandsobmann ist der Reither Bürgermeister Stefan Jöchl: „Wir werden um die Förderung ansuchen.“ Er sieht die Schließung der Lücken als sehr wichtig. Jedoch nicht wie früher mit Blickwinkel auf den Tourismus, sondern auf den Alltagsverkehr. „Vor allem zwischen St. Johann und Kitzbühel bräuchte es einen Radhighway. Zwei Ballungszentren und dazwischen mit dem Egger ein großer Arbeitsgeber – hier ist die Radverbindung extrem wichtig“, ist Jöchl überzeugt.

Zwischen Oberndorf-Kitzbühel scheiterte es bisher aber weniger am Konzept als an Grundbesitzern. „Ich bin auf der Suche nach einer geeigneten Tauschfläche, hier sieht es auch gut aus“, sagt der Oberndorfer Bürgermeister. Da aus seiner Sicht an diesem Tauschgeschäft aber überregionales Interesse bestehen würde, erhofft er sich auch hier von Seiten des Landes Unterstützung beim Kauf der Tauschflächen. Auch die Demofahrten der Grünen im Herbst wären hier nicht hilfreich gewesen. „Die wären besser zu dem Grundstücksbesitzer hingefahren und hätten mit ihm geredet, als ihn mit diesen Aktionen zu verärgern“, poltert Schweigkofler in Richtung Grüne

Harald Angerer

Bezirksblätter digital

Bewegung an Radwegfront

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Bgm. Hans Schweigkofler und LA Georg Dornauer sind "Radweg-aktiv".

Planungsverband Leukental wird bei den Radwegen aktiv

 

OBERNDORF/BEZIRK (niko). Das fehlende Radwegstück zwischen Hartsteinwerk und "Schwarzer Brücke" in Kitzbühel war der Auslöser: Oberndorfs Bgm. Hans Schweigkofler ergriff die Initiative, um dieses Problem einer Lösung zuzuführen und darüber hinaus für die Region ein Radwegkonzept anzuleiern. Unterstützung erhält er von SPÖ-Landtagsmandatar Georg Dornauer, der mittlerweile einen Antrag im Landtag eingebracht hat. Darin wird die Landesregierung aufgefordert, in Zusammenarbeit mit den regionalen Planungsverbänden ein Gesamtkonzept für das Radwegenetz im Bezirk Kitzbühel auszuarbeiten und umzusetzen. Im Bereich des Planungsverbandes (PV) Leukental bedürfe es mehrerer Lückenschlüsse zwischen St. Johann und Kitzbühel, eines Radwegs "Bodnerwald" (Oberndorf - Reith/Going) und zwischen St. Johann und Going.
Der PV Leukental hat bereits einen Beschluss zum Ausbau und Lückenschluss des Radwegnetzes im Bezirk gefasst. Dornauer verweist auch auf eine Zusage des damaligen LH-Stv. Anton Steixner (4. 11. 2011) zur Unterstützung solcher Pläne.
"Eine Initiative für ein Gesamtkonzept ging auch von Hans Adelsberger (TVB Wilder Kaiser/Going) aus, vor allem für die Verbindung Going - St. Johann. Da ist auch Oberndorfer Gemeindegebiet betroffen. Es gab dann ein Treffen mit Verantwortlichen von Baubezirksamt, TVBs und Gemeinden. Eine Konzepterstellung wurde angeregt. Dieses kostet 42.000 € und wird zur Hälfte vom Land gefördert", erklärt Schweigkofler.
Es folgen nun Streckenbegehungen an den betroffenen Straßenabschnitten. "Bei der Verbindung Oberndorf - Kitzbühel gibt es noch keine Einigkeit mit zwei Grundbesitzern. Diese wollen als Ablöse Tauschflächen, das ist Verhandlungssache. Da wäre das Land gefordert, das voranzutreiben. Insgesamt merke ich hier aber 'von oben' Rückenwind bzw. Bewegung in der Sache, das hat wohl auch mit der grünen Regierungsbeteiligung zu tun", so Schweigkofler. Einfachste Lösung wäre seiner Meinung nach ein Betreuungsweg entlang der Ache. "Wir sollten das alles verhandlerisch heuer erledigen und den Radweg, wie auch immer, im Jahr 2015 bauen, das wäre unser Ziel", so der Ortschef.
Die Radwegprojekte sollen künftig auch in die Leader-Arbeit einfließen. Das Leukental ist wie berichtet der Leader-Region Pillerseetal-Leogang beigetreten. Ziel wäre auch ein durchgehender Radweg Leukental von Jochberg bis Kössen.

Stand: 03.03.2014

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