Photovoltaik in Oberndorf

Neben der großen stromerzeugenden Anlage am Dach der Volksschule (52 KWp) sowie der vom Gewerbepark ArcheNeo (95 KWp) sind nun auch einige kleinere Photovoltaik-Anlagen in Oberndorf entstanden. Wenn sie den Strom einschalten, dann ist wahrscheinlich schon Oberndorfer Strom dabei – natürlich im Mix.

 

Derzeit werden in Österreich zwei Arten von Photovoltaikanlagen gefördert – einmal die Variante für den „Häuslbauer“ bis 5 KWp und jene mit einer größeren Leistung (ab 5 KWp). Die Leistung der Anlagen werden mit KWp also KilowattPeak angegeben … die Leistung von 1 KWp entspricht bei Südausrichtung ca. 1000 kwh erzeugter Leistung pro Jahr. Eine 5 KWp Anlage sollte in etwa den Bedarf eines Haushaltes abdecken.

 

Die Anlagen bis 5 KWp werden mit einer jährlich neu geregelten Einmalförderung vom Land und Bund (für 2012 waren es bei freistehenden Anlagen 200€ je KWp / Land und 800€ je KWp / Bund – in Summe 5000€ je Anlage) unterstützt. Der Förderantrag ist online und nur an einem bestimmten Tag im Jahr zu erstellen – zum Teil ist der Ansturm so groß, dass die maximal geförderte Anlagenzahl in weniger als 2 (!) Minuten vergriffen ist.

 

Die Anlagen über 5 KWp werden durch die OEMAG mittels Tarifförderung gefördert – diese ist im bundesweit gültigen Ökostromgesetz geregelt. Für den in das Stromnetz eingespeisten Strom wird ein Fördertarif gewehrt. Die Höhe der Einspeisetarife wird jährlich per Verordnung (Ökostromverordnung) geregelt. Nach Vertragsabschluss gelten die Tarife für 13 Jahre.

 

Gute Erfahrungen hat zum Beispiel Gemeinderat Hans Bachler mit seiner „kleinen“ 5KWp – Anlage am Dach der nebenstehenden Tenne gemacht. Die heimische Elektrofirma Erika Adler installierte eine PV-Anlage der Tiroler Firma Siko Solar, die Module sind zwar aus Spanien aber die meiste Wertschöpfung bleibt in der Region. Am Dach wurden ca. 40 m² Photovoltaik-Zellen dachgleich montiert, die im Jahr ca. 5.000 kWh bringen werden. Gesamtkosten incl. aller Elektroarbeiten lagen bei brutto 15.000€, nach Abzug von 5.000€ Förderung wird sich die Anlage in ca. 10-12 Jahren abbezahlt haben, danach kommt hoffentlich die Gewinnphase (es gibt eine 25jährige Garantie auf die Module – 80% Leistungsgarantie). Die Ansuchen und Genehmigungen bei der Gemeinde, Landesregierung und Tiwag-Netz waren unkompliziert, lediglich die Förderungsbeantragung erforderte sehr viel Glück, gute EDV-Kenntnisse und Schnelligkeit.

 

Es entstehen immer mehr Anlagen in Oberndorf, so konnte auch Gemeinderat Gerry Thaler heuer eine 5 KWp Anlage in Betrieb nehmen. Die Anlage wurde parallel zur Dachfläche (16°) montiert - der Verlust aus der fehlenden „Optimal“ Dachneigung von 25-30° konnte mit lediglich einem zusätzlichen Modul ausgeglichen werden. Gesamt 22 Module, die jährlich ca. 5000 kwh ins Netz speisen werden.

 

Am Rissberg gibt es ein gut gelungenes Beispiel mit einer privaten PV Anlage über 5 KWp – die Anlage hat eine Gesamtleistung von 15 KWp und produziert seit dem Sommer genügend Strom, um drei Haushalte damit zu versorgen.

 

Die Förderungsrichtlinien für 2013 für Anlagen über 5 KWp sind nun da, erfordern aber viel guten Willen, da die Beantragung in der Silvesternacht ab 0 Uhr beginnt. Die neuen Richtlinien für Anlagen bis 5 KWp werden einige Wochen vor dem besagten Fördertag auf www.umweltfoerderung.at aber auch z.T. einigen Medien bekannt gegeben.

 

Bericht:

GR Bachler Johann

GR Thaler Gerry

Stand: 22.01.2013

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